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Elektrosmog

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Elektrosmog - die unsichtbare Gefahr

Die Kolping Krankenkasse hat alle Arbeitsplätze von einem Spezialisten auf mögliche Gefahren und Risiken durch elektromagnetische Strahlungen untersuchen lassen. Dank einigen Anpassungen können allen Mitarbeitern elektrosmogfreie Arbeitsplätze angeboten werden. Kolping News hat Markus Oettlin, welcher die Messungen durchgeführt hat, einige Fragen gestellt.

 

Kolping News (KN): Wie können wir uns im Büro vor negativen Auswirkungen durch Elektrosmog schützen?

  • Elektrische Geräte richtig anordnen
  • Bildschirme kaufen nach TCO-Normen
  • Abstand halten zu Transformatoren
  • Mobiliar feldneutral halten
  • Kein Kabelsalat unter dem Pult
  • Anschlussposition bei 2-poligen Steckern beachten
  • Drucker mit Kabel anschliessen
  • Keine DECT-Telefonapparate

 

Was sind die gesundheitlichen Auswirkungen von Elektrosmog?

Kopfweh, Migräne, chronische Müdigkeit, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Muskelverspannungen, Herzbeschwerden, erhöhtes Krebsrisiko bei mittel- oder stark belasteten Arbeitsplätzen, Alzheimer.

 

Wo entsteht Elektrosmog?

Elektrosmog entsteht, wo Elektrizität produziert, transportiert oder verbraucht wird und wo Signale kabellos übermittelt werden.

 

Wie können wir Elektrosmog wahrnehmen?

Im Gegensatz zu gewissen Tieren wie Fischen oder Zugvögeln besitzt der Mensch kein Sinnesorgan für elektrische oder magnetische Felder. Manche Menschen verspüren aber direkt unter einer Hochspannungsleitung ein Kribbeln auf der Haut. Etwa 5% der Bevölkerung ist elektrosensibel. Diese Menschen fühlen sich durch schwache Strahlung weit unterhalb der international erkannten Immissionsgrenzwerte beeinträchtigt.

 

Welches sind die Emissionsquellen für Elektrosmog?

Elektrische Leitungen, elektrische Geräte, Lampen, Hochspannungsleitungen, elektrische Eisenbahnen, Mobiltelefonie, Schnurlostelefone, Wireless-Anlagen, Babyfon, usw.

 

Existieren Gesetze oder Richtlinien zum Schutze vor Elektrosmog?

Die seit Februar 2000 gültige Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung soll die Bevölkerung vor Elektrosmog schützen. Es gibt auch internationale Grenzwerte, z.B. ICNIRO (International Commission on Non-Ionizing Radiation
Protection). Die Werte stützen sich nicht auf medizinische oder biologische Kenntnisse. Folglich garantiert ihre Einhaltung nicht, dass sich gesundheitliche Auswirkungen ausschliessen lassen. Baubiologen empfehlen wesentlich tiefere Werte für Arbeits- und Schlafplätze.

 

Wie können wir uns während der Regenerationszeit im Bett vor Elektrosmog schützen?

  • Möglichst keine Elektrogeräte im Schlafzimmer, sonst Abstand halten, bei Nichtgebrauch Stecker ziehen
  • Keine Elektrokabel unter dem Bett
  • Abstand zu Radioweckern
  • Zweipolige Stecker richtig einstecken
  • Kein Handy im Bett
  • WLAN nachts abschalten
  • Netzfreischalter installieren lassen
  • Achtung auf Elektrosmog vom Nebenzimmer

 

Was beunruhigt Sie persönlich am meisten?

Die zunehmende Benützung von Mobiltelefonen durch Jugendliche. Gemäss einer neuen Studie in Schweden sei das Risiko von Hirntumoren bei Menschen, die mit der Handybenutzung vor dem 20. Altersjahr begonnen haben, dramatisch gestiegen.

 

Was raten sie Mobiltelefonbesitzern?

  • Gespräche mit Mobiltelefonen möglichst vermeiden oder kurz halten
  • Auf guten Empfang achten
  • Kopfhörer verwenden
  • Keine Gespräche im Auto, ausser mit Freisprechanlage
  • Während Verbindungsaufbau Gerät nicht an Ohr halten
  • Mobiltelefon nachts ausschalten

 

Was kann jeder von uns tun, um sich vor unnötigem Elektrosmog zu schützen?

  • Vernünftiger Umgang mit Mobiltelefonen
  • Abstand zu elektrischen Geräten und Leitungen
  • Nicht benötigte Geräte ausschalten
  • Arbeitsplatz und Schlafplatz von einer Fachperson analysieren lassen

 

Kann die Belastung an Arbeits- oder Schlafplätze reduziert werden?

In den meisten Fällen kann Elektrosmog mit wenig Aufwand reduziert werden. Manchmal sind aber Feldabschirmungen mit speziellen Materialien notwendig. Ich empfehle eine Messung mit kalibrierten Messgeräten durch einen Baubiologen, welcher eine Analyse erstellt und bei Überschreitung der elektrobiologischen Grenzwerte entsprechende Sanierungsvorschläge unterbreitet.

 

Herr Oettlin, Sie führen derartige Messungen durch. Was kosten diese?

Für eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kostet eine Messung inkl. Protokoll und Vorschlägen für Sanierungsmassnahmen CHF 330.00. Im Rahmen einer Vorsorgeaktion gewähre ich Mitgliedern der Kolping Krankenkasse einen Rabatt von CHF 50.00. Die Messung dauert 2 - 3 Stunden. Preise für Elektrosmog-Messungen am Arbeitsplatz auf Anfrage. Ich möchte noch erwähnen, dass ich nur die Messung durchführe und keine Abschirmmaterialien verkaufe.

 

Wir danken ihnen für das Gespräch und geben hier ihre Anschrift bekannt.

Markus Oettlin
Elektrobiologische Messungen
Via ai Saleggi 33 
6600 Locarno

Tel. 091 752 01 03
Fax 091 752 01 04
E-Mail moettlin@bluewin.ch